Die Schweiz ist eine Reise wert

 

Am vergangenen Wochenende war ich für einen Vortrag und ein paar Sitzungen in der Schweiz. Diese kurze Reise galt zunächst einmal nur dem Kennenlernen, wie ich aber feststellen durfte, auch sehr dem Schätzenlernen!

   

Mein Vortrag war erfolgreich, das Interesse der Menschen an meiner Arbeit war groß, und ich habe mich sehr wohlgefühlt. Hierzu haben aber nicht nur die freundlichen, menschlichen Begegnungen beigetragen, die gesamte Stimmung im Land ist eine vollkommen andere, als die Stimmung und Schwingung bei uns in Deutschland.

Was einem als Erstes einmal auffällt, sind die weit höheren Preise in allen Lebensbereichen. Aber es fällt auch auf, dass die Schweizer sich darüber nicht beklagen! Eher schauen sie einen fragend an, wenn man sich im Restaurant oder bei den Hotelpreisen ob der Höhe erstaunt zeigt! Es scheint hier jedem vollkommen klar und vor allem in Ordnung zu sein, dass das Leben eben soviel kostet, wie es kostet. Nichts ist teuer, das sind einfach die angemessenen Preise!

Ich war kurze Zeit beeindruckt von dieser Lebenshaltung, konnte ihr aber schnell Freude abgewinnen. Es ist natürlich klar, dass sich das komplette Leben dadurch ganz anders anfühlt! Man fühlt sich wertiger, ich weiß, hört sich seltsam an. Aber was man in Deutschland oft hört, nämlich: „ist zu teuer“, „kann ich mir nicht leisten“, „ gibt es Ermäßigung“, war in der Schweiz wie weggeblasen. Irgendwie so, als ob man selbst ein wenig an Wert gewachsen wäre! Nicht das schwäbisch untermalte Sparen ist angesagt, das immer ein Grundgefühl des Mangels in sich birgt, sondern ein: Ich bin es mir wert, ist hier die Grundmelodie des Lebens.

   

Für mich ist Geld, energetisch betrachtet, grundsätzlich Energie. Es steht immer allen Menschen zur Verfügung und sollte, wie Atemluft, in Fluss sein. Sowohl sparen als auch zu viel Geld auszugeben, im Sinne von Kompensation inneren Mangels, zeugt von energetischen Blockaden. In unserer deutschen Denkweise ist schon lange eine Negativspirale in Gang gekommen. Sparen, um in Zukunft etwas zu haben. Billig leben, um in Notzeiten über die Runden zu kommen.

Doch dieses Lebensgefühl hat ausgesprochen negative Auswirkungen. Die eigene Wertlosigkeit drückt sich in dieser Lebenshaltung aus. Denn bei jedem Einkauf, bei jedem Gehalt am Monatsende und bei jeder Urlaubsplanung ist das Mangelgefühl die Grundschwingung, die damit zur Gestalterin der Realität wird. Wenn ich Mangel denke und fühle, werde ich Mangel erfahren! Was dazu führt, dass sich meine bestätigten Glaubenssätze gleich wieder erfüllen werden! Die Spirale des Mangels läuft!
Ich investiere in meine Arbeit Lebensenergie und sollte entsprechend Lohn dafür erhalten, um meine investierte Energie ausgleichen zu können. Durch qualitativ gutes Essen, Seminare, Freizeitbeschäftigungen oder Urlaub könnte dies geschehen. Da jedoch die Energieerstattung in Form von Lohn für meine Arbeit nicht entsprechend ausfällt, kann ich nicht ausreichend Geld ausgeben, um Energie zurückzubekommen. Es entsteht Ärger über billiges, aber auch schlechtes Essen; Frust über einen günstigen, aber eben auch minderwertigen Urlaub, in Ländern oder Landstrichen, die energetisch ausgelaugt sind; Wut auf meine eigenen Lebensumstände, hohen Mieten, hohen Benzinkosten, hohen Lebensmittelpreise, an denen anscheinend die anderen und die Politik schuld sind. Aber jeder trägt zu genau diesem Denken und der sich täglich neugestaltenden Realität bei!

Ganz klar, dass es nicht funktioniert, einfach die Preise zu erhöhen oder die Gehälter. Das Denken in allen Köpfen sollte sich wandeln. Oder vielmehr das Gefühl in allen Herzen kann sich verändern von: ich bin wertlos, zu: ich bin einzigartig und richtig und wichtig so wie ich bin. Das könnte bereits in der Erziehung ansetzen, in der Achtung vor dem Leben und jedem Wesen. Denn dann, wenn ich selbst verachtet und geringgeschätzt werde, dann bringe ich dem Nächsten in meinem Umfeld und der Natur und allen Geschöpfen das gleiche wertlose Gefühl entgegen.

Wir erleben diese unbewusst wirkenden Kräfte überall in unserem deutschen Land und vor allem in allen Lebensbereichen. Für wichtige Berufe wie z.B. alle Sozialberufe, die unsere Kultur tragen, sind wir nicht bereit entsprechende Löhne zu zahlen. Wohl aber für intellektuelle Theoretiker, die meistens nur heiße Luft zu verteilen haben. Wir schätzen nicht die Pflegekräfte, die Erzieher, die Hebammen, die Polizisten, die Therapeuten, die … !

Wenn wir es aber schaffen können, jeder für sich, die innere Haltung zu hinterfragen, das eigene Leben wertzuschätzen, den eigenen Körper zu achten, die eigene Umgebung, den Partner, die Kinder, die Eltern, die Kollegen, aber vor Allem sich selbst zu lieben, dann können wir uns nach und nach wieder etwas wert sein. Wir können selbst genießen und Anderen etwas gönnen, lieben und schätzen was wir haben, zufrieden und glücklich sein, mit dem was ist. Unsere Ausstrahlung wandelt sich, und so erschaffen wir ein Feld von Fülle und Wohlwollen.

Was hält dich persönlich von diesem inneren Gefühl ab? Nur du selbst kannst dafür sorgen, mach dich auf den Weg!

Deine Stefanie

 

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