Sinnanalytische Aufstellungen

Die Methode der Sinnanalytischen Aufstellungen basiert auf dem Menschenbild der Heilenergetik, welches davon ausgeht, dass jeder Mensch ein eigenes Energiefeld besitzt und mit anderen Personen, unabhängig von Zeit und Raum, energetisch verbunden ist. So haben unser Verhalten, unsere Gefühle und unsere Emotionen Auswirkungen auf andere Menschen. Auch wir werden durch Gedanken und Glaubenssätze – vor allem die unserer Eltern – in unseren Handlungen beeinflusst. Diese Vorgänge sind weder sichtbar, noch sind sie uns bewusst, spinnen aber im Laufe unseres Lebens ein Netz aus Beziehungen und Verbindungen und formen unsere Art und Weise durch das Leben zu gehen.

Die Begegnungen mit anderen Menschen verlaufen nicht immer harmonisch: Konflikte treten auf, wir streiten uns, wir werden verletzt oder verletzen andere. Aus energetischer Sicht bilden sich dann im Energiefeld des Menschen Strukturen. Die Strukturen können dazu beitragen, dass wir uns krank fühlen, dass wir Misserfolge erleben, gemobbt werden, eine alte Liebe nicht loslassen können oder generell gesprochen unser Potenzial nicht ausschöpfen. Hier können Sinnanalytische Aufstellungen einen wirkungsvollen Beitrag zur Lösung von Strukturen beitragen.

Sinnanalytische Aufstellungen ermöglichen es uns, energetische Schwingungen in Form von bewussten oder unbewussten Beziehungen vor Augen zu führen und durch die Lösung von Konflikten die Strukturen im Energiefeld zu lösen. Da die energetischen Schwingungen jenseits von Zeit und Raum existieren, spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um Konflikte zwischen Personen aus der Vergangenheit handelt oder um Personen aus ihrem jetzigen Leben.

Hintergründe zu den Sinnanalytischen Aufstellungen

Warum streiten mein Partner und ich immer um Geld? Warum habe ich ständig Schmerzen in den Gelenken? Warum bleibt mein Kinderwunsch unerfüllt?

Sinnanalytische Aufstellungen sind eine bewährte und effektive Methode, um ein belastendes Thema (z.B. Krankheit, Beziehungsstress, stagnierende Karriere, Geldprobleme etc.) zu beleuchten und zu bearbeiten – und eine echte, langfristige Klärung der eigenen Gefühlswelt herbeizuführen.

Aufstellungen geben uns die Möglichkeit, Beziehungen zu anderen Menschen sowie die damit verbundenen Gefühle erlebbar und begreifbar zu machen. Dass sich seelische Konflikte erlebbar machen und damit bearbeiten lassen, war bereits den alten Griechen bekannt. Ihre Methode der “seelischen Reinigung” (Katharsis) war die gezielte Inszenierung von Gefühlswelten großer Tragweite in Tragödien. Durch das Betrachten und Mitwirken in den durchkomponierten Spektakeln sollten entsprechende Einsichten herbei geführt werden.

Heute, über 2000 Jahre später, zählen Aufstellungen als wirkungsvolle Technik zum festen Repertoire anerkannter gruppentherapeutischer Methoden. Insbesondere seit dem 20. Jahrhundert hat sich eine Vielzahl verschiedener Ansätze und Schulen etabliert, wie die Systemische Therapie, welche sich sowohl in ihrem Ablauf als auch ihrem Menschenbild unterscheiden.

Sinnanalytische Aufstellungen basieren auf dem heilenergetischen Menschenbild und haben das Ziel, die Menschen im besseren Verständnis von Situationen sowie in der Lösung von Problemen zu unterstützen. Der allgemeine Begriff der Aufstellung meint zunächst lediglich den Prozess der Anordnung der entsprechenden Akteure in einem Raum durch den Aufsteller. Der Begriff Sinnanalytisch signalisiert, dass mit der Aufstellung die Auseinandersetzung mit einer bestimmten Thematik verfolgt wird: Warum plagen mich ständig Rückschmerzen? Wieso vermeide ich immer Konflikte mit dem Partner? Oder warum bin ich trotz meines guten Einkommens immer pleite? Während der Sinnanalytischen Aufstellung wird das spezifische Thema dann in seiner komplexen Beziehungsstruktur einzeln dargestellt, betrachtet und gelöst.

Sinnanalytische Aufstellungen sind immer zukunfts- und lösungsorientiert. Alte Themen werden nur insofern beleuchtet, als dass sie unserem Leben hier und jetzt dienen und zur Lösung unserer Problematik beitragen können. Sinnanalytische Aufstellungen bieten die Möglichkeit, die Ursachen nicht nur zu identifizieren, sondern sie zu verabschieden, sie an den richtigen Platz zu rücken oder sich mit ihnen zu versöhnen. Sind die Ursachen aufgearbeitet, ist ihr Sinn erfüllt. Dann können auch die Symptome unserer Problematik wie die Geldprobleme, die Schmerzen, die Minderwertigkeitsgefühle, das Zähneknirschen, der Jähzorn etc. verschwinden.

Das besondere Erlebnis: Malen und Aufstellen

Finden Sie beim freien Malen einen intuitiven Zugang zu Ihren inneren Bildern und klären Sie in den begleitenden Aufstellungen Ihre belastenden Lebensthemen. Mehr hierzu

 

Ablauf einer Aufstellung – ein persönlicher Erfahrungsbericht

Das Verhältnis zwischen meinen Eltern und mir war seit vielen Jahren angespannt. Der Grund dafür war mir aber nie wirklich klar. Obwohl mir meine Eltern viel bedeuten, kam es in der wenigen Zeit, die wir miteinander verbrachten, ständig zu Streitereien oder Missverständnissen. Selbst die psychotherapeutische Unterstützung, die ich mir suchte, half nicht weiter. Weil ich mir endlich Klarheit über die Ursachen der Konflikte verschaffen und Frieden in die Beziehung zu meinen Eltern bringen wollte, entschied ich mich für eine Sinnanalytische Aufstellung.

Meiner Aufstellung ging ein kurzes Gespräch mit der Aufstellungsleiterin Stefanie Menzel voraus, in dem ich ihr die Situation sowie die zentralen Personen knapp beschrieb. Anschließend gingen wir gemeinsam in einen großen Gemeinschaftsraum, wo eine Gruppe von ca. 30 Personen in einem Stuhlkreis saß. Ich wurde gebeten, das Thema meiner Aufstellung in einem Satz zu formulieren. Dann sollte ich aus dem Personenkreis einen Stellvertreter für mich sowie zwei Stellvertreter für meine Eltern auswählen und nach meinem persönlichen Empfinden auf der freien Fläche im Inneren des Stuhlkreises platzieren. Anschließend setzte ich mich zu den anderen und beobachtete die Aufstellung von außen.

Stefanie Menzel befragte zunächst jeden Stellvertreter, wie es ihm gehe, und welche Gefühle in ihm aufsteigen würden. Die Stellvertreter äußerten sich sowohl zu den emotionalen Beziehungen untereinander als auch zu mir. So hatten die Stellvertreter meiner Eltern z.B. ein großes Bedürfnis zusammen zu stehen und sich nah zu sein und hielten sich an den Händen.

Das Geschehen wurde insofern einerseits durch die Gefühle, Empfindungen und Impulse der jeweiligen Stellvertreter geleitet, andererseits aber auch durch die Fragen der Aufstellungsleitung gelenkt. Die Beziehungen zwischen den einzelnen Personen wurden beleuchtet, bis Antworten auf die eingangs gestellte Frage greifbar wurden. Das Erstaunliche dabei war für mich, dass sich die Beschreibungen der Stellvertreter ziemlich genau mit meinen eigenen Erfahrungen deckten. Nicht nur das Verhältnis der Familienmitglieder untereinander, sondern auch, wie ich meine Eltern erlebe, beschrieben die Stellvertreter sehr treffend. Obwohl ich meine Stellvertreterin nicht kannte, konnte sie die Gefühle, die ich zu meinen Eltern habe, passend wiedergeben.

Die eigentliche Auflösung der Thematik erforderte dann den gezielten Einsatz der Aufstellungsleiterin, die mich mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung sowie mit viel Gespür dabei unterstützte, die alten belastenden Gefühle loszulassen und eine neue Qualität in die Beziehung zu meinen Eltern zu bringen. So habe ich mich in der Aufstellung intensiv mit der Rolle meiner Mutter und dem Verlust ihres zweiten Kindes auseinandergesetzt. In der Aufstellung zeigte sich, dass meine Mutter ihre Fehlgeburt vor vielen Jahren noch nicht verarbeitet hatte. Dieser Prozess war sehr aufwühlend und intensiv für mich, aber sowohl die Gruppe im Raum, die Stellvertreter sowie auch Stefanie Menzel standen mir sehr liebevoll und unterstützend zur Seite.

Gegen Ende der Aufstellung wurde ich gebeten, den Platz meiner eigenen Stellvertreterin einzunehmen. So hatte ich nochmal die Gelegenheit, mit jedem der Stellvertreter ins Gespräch zu kommen und meinen angestauten Emotionen Ausdruck zu verleihen. Gemeinsam trauerten die Stellvertreterin meiner Mutter und ich um den Verlust ihres damaligen Kindes, sprachen uns aus und versöhnten uns miteinander. Durch die Aufstellung habe ich verstanden, dass die vielen Streitereien eng mit der unbearbeiteten Trauer  verbunden waren.

Wichtig für mich war es zu erfahren, dass es in der Sinnanalytischen Aufstellung nicht darum geht, einen Schuldigen für eine bestimmte Problematik auszumachen. Vielmehr geht es darum, die tiefer liegenden Hintergründe für ein bestimmtes Problem nachzuvollziehen und sich wertfrei mit den Ursachen auseinandersetzen zu können. Darüber hinaus werden zwar alle Emotionen von den Stellvertretern als real erlebt, bleiben aber nur für den Rahmen der Aufstellung existent. Nach der Aufstellung kehren die Stellvertreter wieder in ihre alltägliche Rolle zurück.

Nach der Aufstellung konnte ich mit Stefanie Menzel im anschließenden Einzelgespräch noch Fragen zum Verständnis der Aufstellung stellen und das Erlebte mit ihr besprechen. Insgesamt kann ich sagen, dass mich dieses Erlebnis stark berührt hat, und sich das Verhältnis zu meinen Eltern sehr verbessert hat. Heute streite ich nur noch selten mit meinen Eltern und bin dankbar für die schönen Momente, die wir miteinander verleben dürfen.

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