Dieses Gesundheitslexikon basiert auf dem heilenergetischen Menschenverständnis. Anders als die klassische Schulmedizin geht die Heilenergetik davon aus, dass Krankheiten nicht einfach „von außen“ kommen, sondern in unmittelbarem Zusammenhang mit uns selbst, unserer Biographie, unserer Lebensweise, unseren Emotionen und unserer Psyche stehen.

 

Heilenergetisch gesehen kommt die Krankheit – auch wenn es uns erst einmal sehr schwer fallen mag das anzunehmen – als Freund zu uns. Sie bringt uns eine Botschaft. Sie zeigt uns an, dass etwas auf energetischer, emotionaler oder psychischer Ebene in Unordnung geraten ist. Sie gibt uns die Chance und lädt uns ein, die Lebensthemen, die uns krank gemacht haben, zu erkennen und zu bearbeiten. Haben wir die ursächlichen Lebensthemen bearbeitet, kann auch das Symptom verschwinden und der Körper heilen.

 

In diesem Gesundheitslexikon finden Sie ganzheitliche, heilenergetische und psychosomatische Betrachtungsweisen zu unterschiedlichen Krankheitsbildern. Da Krankheiten aus heilenergetischer Perspektive immer auch vor dem Hintergrund persönlicher Lebensthemen zu betrachten sind, haben sie entsprechend immer eine individuelle Dimension, die durch dieses Lexikon nicht abgedeckt werden kann.

 

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass die heilenergetische Lebensberatung nicht den Besuch beim Arzt oder Apotheker ersetzt und alle Angaben ohne Gewähr sind.

 

Unser Lexikon bauen wir konstant aus. Wenn es ein Krankheitsbild gibt, zu welchem Sie sich einen Eintrag wünschen würden, schreiben Sie uns doch einfach eine Email.

 

KRANKHEITSLEXIKON

Das Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom

 

Anders als die Schulmedizin sieht die Heilenergetik in dem psychosomatischen Verhalten eines Kindes einen Hinweis auf einen Missstand im Familiensystem. Kinder sind sensible Barometer für ihre Umgebung. Durch auffälliges Verhalten machen sie auf ein Problem im Familiensystem aufmerksam. Grundsätzlich wird in der Heilenergetik daher bis zum Alter von 17 Jahren nicht mit dem Kind direkt, sondern immer mit den Eltern gearbeitet, um Lösungen zu finden.

 

Eine besondere Schwierigkeit beim Krankheitsbild ADHS besteht darin, dass das Kind, selbst wenn es sich gerade ganz „normal“ verhält, von der Umgebung stark beobachtet wird und alles Verhalten im Licht des Syndroms interpretiert wird. Dadurch wird das Bild weiter zementiert. Es kommt hinzu, dass das Kind seine Zuwendung gerade dann bekommt, wenn es sich auffällig verhält. Es wird sich folglich auffällig verhalten, um gesehen zu werden. Das macht es dem Kind schwer aus dem negativen Kreislauf auszubrechen.

 

Nur wenn die tatsächlichen Ursachen für das auffällige Verhalten behoben werden, kann dem Kind nachhaltig geholfen werden. Dabei können die Störungen vielfältig sein und basieren bei gleichen Symptomen nie auf der gleichen Ursache. Hilfreich zum Ausstieg aus dem ADHS Kreislauf sind z.B. Sinnanalytische Aufstellungen, um das Familiensystem zu entwirren und den Ursachen auf den Grund zu gehen.

 

 

ADHS

Simon war 10 Jahre alt und von Eltern und Lehrern als „ADHS-Kind“ eingestuft. Mit seiner Unruhe und seiner mangelnden Konzentration machte er seine ganze Umgebung verrückt. Obwohl die Eltern sich getrennt hatten, waren sie bereit eine Sinnanalytische Aufstellung zu dem Thema zu machen. (Simon selbst war bei der Aufstellung nicht vor Ort, sondern lediglich die Eltern.) In der Aufstellung kristallisierte sich schnell heraus, dass der Vater, der eine neue Partnerin hatte und die Mutter, die viel arbeitete, wenig Lust hatten, sich mit ihrem Sohn zu beschäftigen. Für die Ehe war Simon damals ein sog. „Kitkind“ gewesen, das die Beziehung retten sollte. Nach der Ehe war Simon für alle Beteiligten eher hinderlich.

 

Unbewusst erfüllte nun Simon seine Aufgabe als „Kitkind“ und machte durch seine große innere Unruhe überall auf sich aufmerksam. Zwar war man oft genervt und wenig erfreut ihn zu sehen, aber er hatte es geschafft, dass seine Eltern zusammen zur Beratung gingen und gemeinsam über ihn sprachen. Bei der Sinnanalytischen Aufstellung konnte der Stellvertreter Simons Belastung deutlich fühlen und den Eltern zeigen. Die Eltern waren von diesem Resultat sehr erstaunt. Als Ergebnis der Aufstellung achteten die Eltern nun darauf, ihre Rolle als Elternteil bewusst wahrzunehmen und Simon mehr Interesse zu zeigen. Die Eltern machten zu festen Terminen mit Simon gemeinsame Unternehmungen. Beide gingen gemeinsam zu den Elternabenden der Schule. Bereits nach 2 Monaten hatten sich die meisten Symptome von Simon gelegt. Er lernte in der Schule aufmerksam und musste nicht länger den „Zappel-Philipp“ spielen.

 

 

BEISPIEL

Die Hintergründe für Akne sind vielschichtig. In jedem Fall zeigt sich bei Akne immer, dass der Körper etwas aussondert, was er nicht brauchen kann. Man fühlt sich unwohl und braucht Veränderung. Die Akne tritt häufig in der Pubertät auf, in der sich der Körper mit den Hormonen des Erwachsenwerdens auseinandersetzen muss. Man muss sein Gesicht neu finden und sich selbst erkennen und lieben lernen. Mann muss lernen, sich selbst anzunehmen – mit allem, was in einem steckt. Man kann nicht mehr alles verstecken und gleichzeitig will man nicht mehr alles einfach hinnehmen. Das braucht Zeit und Ruhe und viele Blicke in den Spiegel.

 

AKNE

Sina kam mit 17 Jahren zu mir und hatte das ganze Gesicht voller eitriger Pusteln, die zum Teil auch tiefere Hautschichten betrafen. Wir sprachen über das „beschissene Gefühl“ sich am falschen Platz zu fühlen. Alle Freundinnen schminkten sich und hatten Freunde. Sie erzählten vom ersten Sex und Sina fand all das einfach nur „eklig”. Wenn Sie davon hörte, wollte sie sich am liebsten einfach nur verstecken. Im Gespräch fanden wir heraus, dass hinter diesem Ekel eine handfeste Blockade stand. Als Sina sieben Jahre alt war, hatte sie ungewollt (und ungesehen) den Geschlechtsverkehr ihrer großen Schwester miterlebt. Das war für sie ein traumatisches Ereignis. Das kleine Mädchen schwor sich, selbst niemals “so etwas” haben zu wollen. In der gemeinsamen Sitzung konnten wir die Blockade gut lösen und in den nächsten Wochen wurde Sinas Haut immer reiner.

BEISPIEL

Was das weitläufige Thema Allergie betrifft, gibt es unzählige energetische Betrachtungsmöglichkeiten. Jeder Allergiker hat eine individuelle Krankheitsgeschichte. Die Allergie ist dabei immer nur das Symptom. Die eigentliche Ursache für die Allergie sind Blockaden und psychosomatische Belastungen. Die Ursachen stehen immer im Zusammenhang mit Angst vor dem Leben. Das Leben - oder Teile des Lebens werden abgelehnt.

 

Häufig bilden sich Allergien nach dem folgenden Muster: Irgendwann in der eigenen Geschichte gab es eine Lebenserfahrung, die mit Verlust oder Tod zu tun hatte. In diesem „emotionalen Schock“ hat man ein Lebensmittel oder einen besonderen Umgebungsreiz, Geruch, Geschmack, die Jahreszeit, etc. an die schlimme, schmerzhafte Erfahrung gekoppelt. Nimmt man dann später das entsprechende Lebensmittel zu sich, wird die Blockade angeregt und der Körper reagiert mit einer allergischen Reaktion.

 

 

ALLERGIE

Eine Frau mit Mitte 30 kam zu mir und klagte über eine Allergie gegen Erdbeeren. Im Gespräch stießen wir auf die Ursache der allergischen Reaktion. Als meine Klientin gerade einmal fünf Jahre alt war, war ihre Großmutter an einem Herzschlag gestorben, während ihre Mutter gerade einen Erdbeerkuchen für einen Geburtstag vorbereitete und meine Klientin währenddessen Erdbeeren genascht hatte. Die Großmutter war am Tisch einfach tot umgefallen. Für das kleine Kind war es ein großer Schock, den Tod der eigenen Oma mitzuerleben. Dieser Schock stand ab diesem Zeitpunkt immer im Zusammenhang mit der Erdbeerzeit. Die Allergie war jedoch erst ausgebrochen, als ihre eigene Mutter ebenfalls starb. Wir lösten die ursächliche energetische Blockade auf. Von nun an konnte die Klientin Erdbeeren genießen und war beschwerdefrei.

BEISPIEL

Alle Arten von psychischen Belastungen machen sich auf der körperlichen Ebene mit den verschiedensten Symptomen bemerkbar. Der Bandscheibenvorfall ist hier besonders langwierig und schmerzhaft. Außerdem führt der Bandscheibenvorfall zu extremen Bewegungseinschränkungen und Schonhaltungen, sodass nicht selten Folgeerkrankungen anstehen. Auch der Bandscheibenvorfall hat psychosomatische Wurzeln.

Wenn wir lebenslang Überforderungen – ganz gleich welcher Art –  mit uns herumtragen, werden die Puffer zwischen den Wirbelgelenken, die Bandscheiben, sehr stark belastet. Irgendwann können sie die Belastungen nicht mehr abfedern und quetschen zur Seite.

Es sind entsprechend Belastungen – vor allem emotionaler Art – die sich beim Bandscheibenvorfall bemerkbar machen.

 

 

BANDSCHEIBENVORFALL

Magdalena war mit 48 Jahren zum zweiten Mal mit einem Bandscheibenvorfall krank geschrieben und wollte nun wissen, was sie selbst daran ändern könnte. In der Beratung berichtete sie, dass sie als Erstgeborene den Erwartungen der Mutter folgte, die drei Geschwister mit zu erziehen, da ihre Mutter häufig krank war. Sie erlernte früh den Beruf der Schneiderin und nähte für die gesamte Familie die Kleidung. Sie bemühte sich stark, die Erwartungen ihrer Kundschaft immer exakt zu erfüllen. Weil das Geld für ihre Familie nie reichte und sie meinte, alleine verantwortlich zu sein für das Wohlergehen aller, nahm sie mehrere Arbeitsstellen an. Später pflegte sie nebenher ihre Tante, dann ihre Eltern – und das über Jahre hinweg. Alle erwarteten selbstverständlich von ihr, dass sie sich darum kümmern würde und wie gewohnt die Lage schon meistern würde. Magdalena brach förmlich unter den Erwartungen zusammen, was sich körperlich als Bandscheibenvorfall zeigte.

Wir lösten viele alte Muster und Erwartungen. Die Ansicht, dass sie nicht alleine die Welt retten könne, war ihr vollkommen fremd. Mit mehreren Beratungen und energetischen Lösungen wurde Magdalena immer entspannter. Heute geht sie ohne Rückenschmerzen mit ihren Enkeln spazieren, einfach nur weil es ihr Freude bereitet, nicht weil es jemand von ihr erwartet.

 

 

BEISPIEL

BLUTHOCHDRUCK

Bluthochdruck ist ein weit verbreitetes gesundheitliches Phänomen. Viele Menschen haben einen hohen Blutdruck, ohne es überhaupt zu wissen oder zu bemerken. Der Blutdruck entsteht dadurch, dass das Herz ständig sauerstoffreiches Blut aus der Lunge durch die Arterien in den gesamten Organismus pumpt. Um das Blut zu bewegen, baut das Herz Druck auf. Dieser Druck wird wiederum vom Blut auf die Gefäßwände übertragen. Verlieren die Gefäßwände ihre Elastizität, kann es für den Körper und jedes seiner Organe riskant werden. Die Gefäße können verstopfen oder reißen, was die entsprechenden Folgeerkrankungen nach sich zieht.

 

Bei der heilenergetischen Betrachtung ist in jedem Fall das Wort „Druck“ bedeutend. Wenn wir in unserem Leben starken Druck aufbauen und uns starkem Druck aussetzen, ist der Bluthochdruck eine logische Folgeerscheinung.

Bei Bluthochdruck leben wir nicht in unserem individuellen Rhythmus, sondern lassen uns in eine uns nicht gemäße Situation drücken. Vielleicht haben wir zu wenig Zeit für uns zur Regeneration, für Ruhepausen und zur Erholung.

Es kann auch sein, dass wir einem zu hohen Leistungsdruck ausgesetzt sind, und in einer persönlichen oder beruflichen Situation stehen, die uns nicht entspricht. Es kann zum Beispiel sein, dass man für seinen Beruf nicht kompetent ausgebildet ist oder der Chef mehr verlangt, als man kann. Oder es wächst einem eine Situation mit der Zeit über den Kopf und man schafft es nicht, die Bremse zu ziehen. Nehmen wir zum Beispiel eine alleinerziehende Mutter, die neben ihrer Arbeit auch noch Stress mit den Nachbarn hat. Dann zieht der Körper irgendwann, ganz zentral das Herz, die Notbremse und setzt uns außer Kraft. Bluthochdruck weist auf jeden Fall darauf hin, dass es an Elastizität im Leben fehlt sowie am Bewusstsein für die eigene Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit.

Franz kam zu mir, weil ihm Bluthochdruck diagnostiziert wurde. Und das, obwohl er ausgesprochen gesund lebt, wie er meinte.

Wie er mir berichtete, hatte er jeden Tag einen genauen Plan. Morgens joggen, danach ein leichtes Frühstück, Zeitung lesen und mit dem Fahrrad 10 Kilometer ins Büro fahren. Der Bürotag beginnt um 8 Uhr mit Teammeetings bis zum Mittag. Das Mittagessen besteht in einem leichten Lunch im Restaurant mit den Kollegen. Danach macht er Kundenbesuche, trifft Absprachen, ärgert sich manchmal, schließt Verträge ab, kümmert sich um Strategieplanungen und so weiter. Pünktlich um 18 Uhr fährt er dann zu seiner Mutter, schaut nach dem Rechten und fährt dann nach Hause. Gegen 20 Uhr führt er noch einige wichtige Telefonate ins Ausland, die tagsüber nicht machbar sind. Ab 22 Uhr ist Ruhe und nach den Nachrichten legt er sich schlafen.

Tagaus, tagein, regelmäßig, zuverlässig und gesund! Und jetzt Bluthochdruck?

 

Wir trafen uns mehrere Male und hatten schon bald herausgearbeitet, dass Franzs Leben zwar sehr strukturiert war, aber nicht seinen persönlichen Bedürfnissen entsprechend verlief. „Eigentlich“ ist das Schlüsselwort, das für Drucksituationen, in denen wir nicht auf die eigenen Bedürfnisse hören, sehr typisch ist.

 

„Eigentlich“ würde ich gerne morgens länger schlafen, aber ich muss ja auf meinen Körper achten und joggen. „Eigentlich“ könnte ich mir ein paar Teammeetings sparen, aber dann bin ich beim Chef nicht so präsent.

„Eigentlich“ ist es mir zu viel, jeden Tag zu meiner Mutter zu fahren, aber sie ist so allein und hat nur mich! In der Beratung haben wir nach und nach die „Eigentlichs“ aus Franzs Leben entfernen können – ohne deswegen auf berufliche Leistung zu verzichten. Aber für Franz hat sich eine erheblich höhere Lebensqualität eingestellt. Er ist Schritt für Schritt aus seinem ganz privaten „Lebenshochdruck“ ausgestiegen und sein Bluthochdruck hat sich reguliert.

 

 

BEISPIEL

Bei der Bulimie im Speziellen liegt der Schwerpunkt darauf, sich dem Leben zu verweigern. Wer sein Essen immer wieder herauswürgt, der findet das Leben sprichwörtlich „zum Kotzen“. Man nimmt zwar Nahrung zu sich, will sie aber nicht behalten. Dahinter verbirgt sich oft ein tiefliegender Trotz. Oftmals zeigt sich diese Erkrankung auch im Zusammenhang mit Missbrauchsthemen. Der Trotz ist die dabei die einzige Chance, sich dem Leben und den Menschen, die einen bedrängen, zu verweigern.

BULIMIE

Immer mehr Menschen bekommen heutzutage die Diagnose Burnout. Dabei ist Burnout nicht als wissenschaftliches Krankheitsbild anerkannt. Burnout bezeichnet viel mehr einen geistigen und emotionalen Erschöpfungszustand. Dass dieser Zustand durch Stress ausgelöst wird, davon wird allgemein ausgegangen. Woher kommt aber genau dieser Stress und warum sind manche Menschen anfälliger für Burnout als andere? Die heilenergetische Betrachtung wirft noch einmal einen anderen Blick auf die vieldiskutierte „Volkskrankheit“.

 

Wurzeln in der Kindheit

Heilenergetisch betrachtet verbergen sich hinter der sogenannten „Burn-out-Diagnose“ starke Gefühle von Pflicht, Sorge und Schuld. Wir lernen bereits als kleine Kinder, den Erwartungen unserer Eltern zu entsprechen. Je größer der Erwartungsdruck ist, desto stärker verinnerlichen wir dieses Verhalten. Vielleicht war es unseren Eltern besonders wichtig, dass wir sehr ordentlich oder brav sind. Vielleicht haben sie uns auch deutlich gezeigt, dass wir besonders gute Leistungen erbringen sollen. Wo schon früh viele Erwartungen von außen kommen, verlernen wir, unsere eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Wir gewöhnen uns stattdessen daran, unsere eigentlichen Impulse zu unterdrücken und gegenüber Forderungen von außen zurückzustellen. Aber wenn wir uns immer verpflichtet fühlen, uns stark sorgen, uns immer verantwortlich und schuldig fühlen, dann verlieren wir uns selbst. Wir verlernen, aus unserer ureigenen Kraft zu leben. Stattdessen beginnt ein anstrengendes „Energiespiel“

 

Das Spiel mit der Energie

Wir haben gelernt, dass wir Wertschätzung, Anerkennung und Zuneigung dann erhalten, wenn wir Erwartungen von außen erfüllen. Indem wir viel für andere tun, geben wir ihnen von unserer Kraft, sie ziehen uns also Energie. Umgekehrt holen wir uns diese Energie zurück, indem wir Anerkennung und Dankbarkeit als Reaktion bekommen. Unser Handeln ist also immer an Erwartungen gekoppelt. Wie das kleine Kind, das sich Anerkennung wünscht, agieren wir dabei aus einem Mangel heraus. Wir hoffen, etwas zu bekommen, wenn wir nach den Erwartungen anderer leben.

 

Leider werden wir, wenn wir aus einem Mangel heraus handeln, nie bekommen was wir uns eigentlich wünschen. Die Energie, die wir von anderen ziehen, wird das Loch in uns nie stopfen. Wir werden immer mehr wollen. Das kann mehr Geld sein, mehr Macht, mehr Anerkennung, mehr Zuneigung. Menschen die viele dieser „Löcher“ haben, die die Grundlage der Pflicht-, Sorge- und Schuldgefühle sind, suchen sich die entsprechenden Berufe in ihrem Leben. So ist es aus heilenergetischer Sicht nicht verwunderlich, dass besonders soziale Berufsgruppen (wie z.B. Lehrer oder medizinische Berufe) von Burnout stark betroffen sind. Das „Helfersyndrom“ ist aus heilenergetischer Sicht lediglich ein Symptom für zahlreiche „Löcher“ auf der feinstofflichen Ebene.

 

Was wir lernen müssen, ist uns unserer eigenen, inneren Kraft bewusst zu werden. Wir kommen ursprünglich energetisch aus der Fülle, wir dürfen aus der Fülle leben. Zu lernen sich von den eigenen Erwartungen und den Erwartungen anderer frei zu machen und seinem Wesen zu folgen, ist deswegen die besondere Aufgabe, vor der wir stehen, wenn wir uns so leer fühlen, dass wir das Gefühl haben, es geht nicht mehr weiter.

 

Phasen des Burnouts

 

Die klassische Burn-out-Erkrankung lässt sich in mehrere Phasen aufteilen.

 

Phase 1: Überengagement

 

In der ersten Phase ist man extrem begeistert und engagiert. Man bringt sich über das Maß hinaus ein, „brennt“ ganz sprichwörtlich für etwas. Oft ist dieses Engagement mit Idealismus verbunden. Wie oben besprochen, sind es dabei ursprünglich die Gefühle Pflicht, Sorge und Schuld, die mit den entsprechenden Erwartungen dazu führen, dass sich ein Mensch in seinem Beruf, bei einer bestimmten Aufgabe oder in der Familie einbringt. Man zeigt starkes Engagement in der Hoffnung, darüber die Energie oder die Anerkennung zu bekommen, die den Mangel im Energiefeld behebt.

 

Phase 2: Frustration

 

In der zweiten Phase setzt die Enttäuschung ein. Es zeichnet sich immer mehr ab, dass die hohen Ideale, Wünsche und Erwartungen nicht durch den Beruf oder die entsprechende Aufgabe erfüllt werden können. Die Person zieht sich zurück, hofft darauf, nun selbst einmal mehr zu „empfangen“. Wenn die Anerkennung nicht erfolgt und auch die Entlohnung nicht zum energetischen Rücklauf führt, fällt die Energie ab. Es kommt zu Symptomen in den Körperregionen, in denen die energetischen Löcher und damit die Mangelzustände ansetzen. Das können zum Beispiel psychosomatische Belastungen wie Schlafstörungen, Kopf- oder Magenschmerzen sein, mit denen der Körper unmittelbar reagiert.

 

 

Phase 3: Hilflosigkeit und Projektion

 

Die Frustration und Desillusionierung führt dazu, dass die Person sich zunehmend hilflos fühlt. Energetisch gesehen befindet sie sich auf dem Weg in eine „Ohnmacht“. Sie schottet sich ab und erlebt sich als ausgeliefert. Das Energiefeld ist geschwächt und die Person fällt immer weiter in die Projektion: Trotz und Wut über die große persönliche Enttäuschung werden auf Kollegen und Begleiter projiziert. Es beginnt ein innerer Rückzug. Die Person kündigt innerlich. Die Energie reicht dabei nicht aus, um ins eigenverantwortliche Handeln zu kommen. Innerlich fühlt sich die Person leer und fühlt sich schnell angegriffen. Die innere Kündigung zeigt dabei an, dass der Klient wahrscheinlich in seinem Beruf nicht der Tätigkeit nachgeht, die er von Herzen tut. Er hat vor allem versucht, die Erwartungen der Umgebung zu erfüllen. Reicht seine Kraft nicht mehr aus, verliert er das Interesse an der Arbeit.

Wenn der Klient starke Blockaden aus der Kindheit hat, die ihn so geprägt haben, dass er sich immer und für alles schuldig fühlt, kommt er in diesem Tiefstand des Energiefeldes zur Depression. Er bleibt in der Energielosigkeit verhaftet und sein Energiezustand wird immer schwächer.

 

Phase 4: Innerlicher Rückzug

 

Das schwache Energiefeld lässt keine Wahrnehmung außer die Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse zu. Die Fähigkeit zur Empathie geht verloren. Es fällt den betroffenen Menschen zunehmend schwer, ihre Aufgaben zu erfüllen. Sie sind nicht mehr in der Lage, sich kreativ einzubringen und die Energie schwindet weiter. Fehler häufen sich. Alles, was über die Arbeitsroutine hinausgeht, wird mühselig. Es kommt zu Krankheit und mentaler und körperlicher Bewegungslosigkeit.

 

Phase 5: Ohnmacht

 

Die Leistungsfähigkeit nimmt weiter ab. Man ist nicht mehr in der Lage, sich mit irgendetwas zu beschäftigen. Die Kraft reicht nicht mehr aus. Alles ist Überforderung. Gutgemeinte Ratschläge sind Schläge, die man nicht einmal mehr hören kann. Die Person zieht sich auch zunehmend von Freunden und Familie zurück. Einsamkeit macht sich breit.

 

Phase 6: Tiefpunkt

 

Der Klient ist am unteren Ende des Energielevels angekommen. Das entspricht einer absoluten Ohnmacht ohne ein Gefühl der Eigenverantwortung. Es ist kein Lebenssinn mehr sichtbar. Das tiefe Gefühl der Sinnlosigkeit bringt einen dem Tod nahe. Dieser Zustand bedeutet den Ausstieg aus dem Leben und die absolute Abgabe der Eigenverantwortung.

 

 

Heilenergetische Wege aus dem Burnout

Ist man vom Burnout betroffen, dann hilft weder ein Motivationstrainer, noch eine Gehaltserhöhung und auch nicht ein nach Feng-Shui-Regeln gestalteter Arbeitsplatz. Gerade wenn man sich in einer der späteren Phasen des Burnouts befindet, kostet es sehr viel Kraft und Überwindung, die Reißleine zu ziehen und aus der Abwärtsspirale auszusteigen. Hilfe von Außen ist dabei schwierig. Heilenergetisch gesehen ist  man durch ganz individuelle Muster in diese Lebenssituation geraten und kann entsprechend nur durch Selbsterkenntnis eine nachhaltige Lösung finden. Es ist essentiell, dass der Betroffene selbst Veränderungen durchführt. Das bedeutet vor allem, sich selbst im Leben „bewusster“ zu werden und wieder neu zu lernen, auf die eigenen Bedürfnisse zu hören. Ein erster wichtiger Hinweis: Schauen Sie wie viele anstrengende Pflichten Sie tagtäglich erfüllen und wie vielen fremden Erwartungen Sie nachkommen. Ist es noch Ihr Leben, das Sie leben? Es gibt einfache und hilfreiche heilenergetische Methoden, diese kraftraubenden Blockaden zu lösen.

Die Heilenergetik unterstützt diesen Prozess durch Einzelberatungen und sinnanalytische Aufstellungen. Diese Methoden helfen, den tieferen Ursachen des Burnouts auf den Grund zu gehen.  Sinnanalytische Aufstellungen sind auch als Ergänzung herkömmlicher Therapieformen überaus hilfreich, weil damit die tiefliegenden Wurzeln der Problematik schnell erkannt werden können und der Therapieverlauf nachhaltig unterstützt wird.

Weitere Informationen finden Sie hier: Aufstellungen, Einzelberatung

BURNOUT

Windpocken verschwinden nach überstandener Erkrankung nicht vollständig aus dem Körper. Einige bleiben sozusagen „schlafend" und vom Immunsystem in Schach gehalten lebenslang in den Ganglienzellen der Nervenbahnen. Unter bestimmten Bedingungen können die Viren wieder aktiviert werden und zum Herpes oder zur unangenehmen Gürtelrose führen. Je nachdem welche Nervenbahnen betroffen sind, zieht sich die Zoster-Infektion halbseitig von der Wirbelsäule um den Körper. Daher kommt auch der Name Gürtelrose.

Die Ursachen einer Reaktivierung der Viren sind normalerweise unbekannt, aber es scheint, dass mit zunehmendem Alter oder z.B. bei starkem Stress der Immunstatus herabgesetzt wird. Das Virus kann entlang der Nervenbahnen in die Haut zurückwandern und Gürtelrose auslösen. Dort macht sich die Infektion zunächst durch brennende, juckende oder stechende Schmerzen bemerkbar.

Der typische Hautausschlag erscheint erst später, etwa einen bis drei Tage nachdem das Virus die Haut erreicht hat. Dieser Ausschlag besteht aus roten Flecken auf der Haut und kleinen Bläschen, die eine virusbelastete, infektiöse Flüssigkeit enthalten. Die akute Krankheitsphase bei Gürtelrose kann außerdem folgende Symptome aufweisen: allgemeine Ermüdung, Kopfschmerzen und Fieber. Nach weiteren drei bis fünf Tagen brechen die Bläschen auf und bilden allmählich Krusten, die nach zwei bis drei Wochen abfallen. Eine Gürtelrose heilt in den meisten Fällen folgenlos aus.

 

Aus heilenergetischer Sicht muss für den Ausbruch der Gürtelrose eine Blockade als energetische Disposition zu Grunde liegen. Die konkrete Aussage der Gürtelrose heißt: das Leben schmerzt! Der Patient oder die Patientin fühlt sich als Opfer. Die emotionale Reaktion darauf sind Überheblichkeit und Dünkel: Man fühlt sich also minderwertig und schlecht behandelt und stellt sich daraufhin wiederum über andere Personen. Man wird also arrogant, verurteilt andere, um die eigene Unzulänglichkeit nicht fühlen zu müssen. Um die Blockade zu lösen, ist es zu allererst wichtig, zu erkennen, in welcher Lebenssituation man sich als Opfer fühlt. Die Erkenntnis ist der erste zentrale Schritt zur Genesung. Sich selbst zu verzeihen, dass man seinen eigenen Selbstwert nicht lebt und sich schlecht behandeln lässt, ist der eine wichtige Schritt. Der andere Schritt ist es, auch dem anderen die Überheblichkeit zu verzeihen. Das „Vierfache-Verzeihen“ ist ein wichtiges Instrument, um aus Selbstmitleid und Überheblichkeit auszusteigen und den eigenen Selbstwert wieder zu spüren. (Wir empfehlen Ihnen auch den Artikel zur Herpes-Erkrankung zu lesen, die Ähnlichkeiten zur Gürtelrose aufweist. Um den Genesungsprozess voranzubringen, empfiehlt sich das „Vierfache-Verzeihen“, das im Buch „Heilenergetik“ ausführlich beschrieben ist.)

GÜRTELROSE

Man schätzt, dass 50 bis 80 Prozent aller Menschen Träger des Herpes-Virus sind. Einmal infiziert bleibt das Herpes-Virus ein Leben lang im Körper. Menschen mit einem gut ausgebildeten und starken Immunsystem können das Herpes-Virus jedoch in sich tragen, ohne je davon zu erfahren. Ihr Immunsystem verhindert sowohl die Aktivierung als auch die Vermehrung des Virus. Nach dem ersten Ausbruch der Krankheit tritt sie bei manchen Menschen regelmäßig wieder auf. Je leistungsschwächer das Immunsystem eines Menschen dagegen ist, umso häufiger kommt es zu Herpes-Ausbrüchen. Herpes tritt immer dann auf, wenn man die schmerzenden Lippenbläschen am wenigsten gebrauchen kann und der Stresspegel hoch ist (z.B. vor einem wichtigen Geschäftstermin oder gar vor der eigenen Hochzeit.)

 

Aus heilenergetischer Sicht schwächen besonders Gefühle des „Ekels“ das Immunsystem. Bei manchen Menschen genügt so zum Beispiel das Haar in der Suppe, um einen Herpes-Ausbruch hervorzurufen. Bei einer heilenergetischen Betrachtung von Symptomen schauen wir immer auf die dahinterliegenden komplexen, emotionalen Zusammenhänge. Dahinter steht die Überzeugung, dass es keine Erkrankung und kein Symptom gibt, dass einfach nur zufällig auftritt. Immer gibt es eine Beziehung zu Emotionen in der Vergangenheit. Ein aktuelles Symptom weist auf alte, nicht verarbeitete Gefühle und Verletzungen hin. Wenn die Emotionen der Vergangenheit zugelassen werden, können sie sich lösen und das Symptom kann verschwinden. So auch bei der Herpes-Erkrankung.

 

Heilenergetisch betrachtet steht die lästige Herpeserkrankung immer in Zusammenhang mit Gefühlen der Überheblichkeit. Diese spezielle Blockade, nenne ich Dünkel. Der Herpes-Erreger macht uns auf solche Blockaden aufmerksam, damit wir sie bearbeiten und uns entwickeln können. Wenn ich im Dünkel bin, mich über jemanden anderen stelle, im herkömmlichen Sinne „arrogant“ denke oder über jemanden lästere, wird die energetische Blockade aktiv und der Erreger breitet sich aus. Ein Ekelgefühl hat seinen Ursprung ebenfalls in einer Dünkel Blockade. Wenn ich Ekel fühle, stelle ich mich über etwas, was mich eigentlich negativ belastet. Ich ekel mich dann z.B. vor Spinat, weil ich gezwungen wurde, ihn zu essen. Oder ich ekel mich vor bestimmten Gerüchen, weil ich damit negative Erfahrungen verbinde. Die Blockade wird im Energiefeld wirksam und die Erreger machen mich durch eine Infektion auf die Blockade aufmerksam.

 

Um diese Blockade zu lösen, kann ich schauen, woher mein Dünkel oder mein Selbstmitleid stammen. Ich kann mich damit befassen, was mir widerfahren ist, dass sich eine solche Blockade aufbauen konnte? So komme ich an die Ursache meiner eigenen Wertlosigkeit, und ich kann die alten Blockaden lösen. Wenn die ursächlichen Blockaden bearbeitet sind, breitet sich nach meiner Erfahrung der Herpes Erreger nicht mehr aus. (Mehr Informationen über Blockaden und wie man sie löst, finden sich zum Beispiel im Heilenergetiker Buch)

Herpes

David ist Bratschist in einem großen deutschen Symphonieorchester. Immer wieder und besonders vor großen Auftritten bekommt er am Mundwinkel einen starken Herpes, der erst nach 2-3 Wochen wieder abklingt. Es ist ihm sehr unangenehm und er hat sämtliche Medikamente ausprobiert, um den Herpes zu verhindern. Nichts hilft. Ich spreche mit ihm über seine Musik und die Arbeit im Orchester. Er ist sehr stolz, aber der Chefdirigent bevorzugt einen anderen Bratschisten als erstes Instrument. Das ärgert David sehr und er strengt sich unglaublich an besser zu werden und noch perfekter zu spielen. Sein Konkurrent ist ein entspannter junger Mann, der ohne viel Training locker seine Leistung bringt und viel Applaus erntet. David ist ganz im Dünkel und „zerreißt sich oft das Maul“ über seine Konkurrenz. Ich arbeite mit ihm an diesem Thema des Dünkels und seiner eigenen Ohnmacht, nicht gut genug zu sein. Nach und nach kann er den anderen in seiner Leistung anerkennen und mag ihn sogar als Mensch sehr gern. Er sieht auch, wie gut er selbst ist und was er schon geschafft hat. Immerhin ist er mit seinen 32 Jahren in einem der besten Orchester der Welt tätig. Er steigt mental aus der eigenen Ohnmacht aus und ist mit sich und seinem Kollegen in Frieden. Mit seinem neuen Selbstverständnis konnte der Herpes verschwinden

 

BEISPIEL

Von Unfruchtbarkeit sind viele Paare betroffen. In den meisten Fällen führt sie zu einer unangenehmen und beschwerlichen Odyssee zu den verschiedensten Beratern.

Auch wenn physische Ursachen diagnostiziert werden, sind es aus heilenergetischer Sicht trotzdem psychosomatische Störungen, die letztlich hinter den körperlichen Symptomen stehen und bei einem der Beteiligten zu Grunde liegen. Sowohl alte Glaubenssätze aus dem Familiensystem als auch Themen der Verantwortung und der Verbindlichkeit bei einem der Beteiligten wirken im Unterbewusstsein und verhindern eine Schwangerschaft.

 

 

Krebs hat als Krankheitsbild eine besondere Stellung in unserer Gesellschaft. Obwohl der Herzinfarkt in Deutschland als Todesursache an erster Stelle steht, ist Krebs die Krankheit, die wir mit Attributen wie „bösartig“ und „aggressiv“ versehen. Wir geben ihm damit eine sehr persönliche Position in unserem Leben.

 

Anders als andere Krankheiten bringt die Diagnose Krebs jeden Menschen, der betroffen ist, in Sekunden an die Grenze von Leben und Tod. Obwohl der Tod das einzige Ereignis in unserem Leben ist, das uns mit Sicherheit ereilen wird, schieben wir das Thema am liebsten weit von uns weg. Wer eine Krebsdiagnose bekommt, wird dagegen gezwungen, sich unmittelbar mit dem Thema Tod auseinander zu setzen. Dabei erinnert der Krebs im Krankheitsprozess an eine Art „feindliche Übernahme“. Rücksichtslos ergreift er nach und nach von Zelle zu Zelle und im schlimmsten Fall vom ganzen Körper Besitz. Wie in einem Krieg wird gekämpft bis der Schwächere unterliegt. Dabei fühlt sich der Betroffene in seiner Persönlichkeit im Kern bedroht und spürt deutlich, dass es jetzt um alles geht. Bleiben wir einmal bei dem Bild der „feindlichen Übernahme“: Wo und wie kann eine feindliche Übernahme stattfinden? Doch nur da, wo das eigene Land schwach geworden ist. Dort, wo die eigene Abwehr nicht intakt ist, machen sich fremde Kräfte breit und nutzen die Schwachstelle, um selbst Land zu gewinnen.

 

Energetisch betrachtet steckt in einem Tumor unglaublich viel Kraft. Es ist Lebenskraft, die nicht mehr für die eigene Lebensgestaltung zur Verfügung steht, sondern sich verselbstständigt hat. Dabei handelt es sich aus heilenergetischer Sicht ursprünglich um Kräfte, die im eigenen Leben unterdrückt wurden. Je mehr Lebensenergie in einen „falschen Kanal“ geflossen ist, desto bösartiger ist der Tumor, desto mehr Kraft steht ihm zur Verfügung. Der Tumor wuchert dort, wo wir nicht bereit waren unserem Wesen gemäß zu wachsen. Das Gefühl der Resignation, des Aufgebens, ist deswegen immer unmittelbar mit einer Tumorthematik verbunden.

 

Um den Ursachen in den eigenen Lebenszusammenhängen auf den Grund zu gehen, empfiehlt es sich deswegen sich selbst zu fragen: Wo habe ich in meinem Leben resigniert und meine Kraft in die falschen Bahnen gelenkt? Die bösartige Erkrankung ruft mich jetzt dazu auf, meine Kraft wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Sie hält mich an das, was ich immer weggepackt habe, endlich zu leben. Sie drängt mich, mein ureigenes Potenzial zu entdecken und ihm Raum zu geben. Je bösartiger der Tumor ist, umso radikaler muss ich mein Leben verändern und die Erkrankung zu einem Wendepunkt in meinem Leben werden lassen. Dann erst kann ich wieder die Kraft erleben, die mein Wesen ausmacht und mich damit „wesentlich“ werden lässt.

 

Gleich welche Therapieform man für sich selbst wählt, die wichtigste Aufgabe ist es, das eigene Leben und die eigene Entwicklung genauer zu betrachten, mit dem Ziel eine grundsätzliche Veränderung in der Lebenseinstellung zu erlangen. Wenn Sie selbst betroffen sein sollten, finden Sie heraus, an welchem Punkt im Leben Sie sich gegen sich selbst entschieden haben? Erste Hinweise darauf gibt meist das betroffene Organ. Hierzu kurz ein paar allgemeine Beispiele: Wenn zum Beispiel die Geschlechtsorgane befallen sind, kann es sein, dass ich meine Männlichkeit oder Weiblichkeit nicht ausreichend gelebt habe und in dieser Beziehung große psychische Verletzungen erlitten habe. Konnte ich nie Mutter werden oder mein Kind nicht stillen, ist es wahrscheinlich, dass die Brust betroffen ist. Habe ich lebenslang meine Gefühle verschluckt und weggesteckt, ist wahrscheinlich der Verdauungstrakt betroffen. Wenn ich nie über meine wirklichen Lebensbedürfnisse gesprochen habe und meine Gefühle nie offen aussprechen konnte, ist wahrscheinlich der Hals-Kehlkopfbereich betroffen. Wenn ich meiner Trauer im Leben nie Ausdruck verleihen konnte, ist es gut möglich, dass die Nieren und die Blase betroffen sind. Letztlich muss allerdings immer der individuelle Zusammenhang betrachtet werden

 

Wenn ich die Lebenskraft, die mir zur Verfügung steht, lebe, nehme ich dem Krebs die Energie zu wuchern. So kann ich wieder ins innere Wachstum gelangen. So bösartig und belastend der Krebs ist, er bringt für mich und mein Leben vor allem eine Botschaft: Nämlich dass etwas in meinem Leben nicht „wesensgemäß“ gelaufen ist. Wenn ich aber bereit bin, auf diesen Hinweis zu hören, mir darüber bewusst zu werden, an welcher Stelle ich meine Kraft nicht gelebt habe, dann kann ich mein Leben verändern. Dann kann ich wieder „heil werden“.

KREBS

Mathilda kam mit 38 Jahren mit dem Befund Nierentumor zu mir. Sie wirkte unkonzentriert und sehr angstvoll. Sie rutschte auf ihrem Stuhl herum, blass, fast grau. Gerade hatte Sie eine Chemotherapie hinter sich gebracht und wollte begleitend mit mir über die Hintergründe ihrer lebensbedrohlichen Erkrankung sprechen. Ich fragte nach ihrer Lebensgeschichte, aber sie wusste nichts Besonderes zu berichten. Mann, zwei Kinder, Haus, Beruf als Postangestellte, kaum Hobbys und wenig Zeit für sich selbst. Meistens kümmerte sie sich darum, ihre Kinder von A nach B zu bringen, zu kochen und den Haushalt in Ordnung zu halten. Ich fragte nach ihrer Jugend und was es da an traurigen Ereignissen so ca. im Alter von 14 Jahren gegeben hatte. Verdutzt schaute sie mich an und schon stiegen Tränen in ihr hoch. Sie erzählte, dass damals ihre große Schwester mit 17 Jahren auf ihrem Motorroller tödlich verunglückt sei. Sie hatte sich am Abend noch mit ihr gezankt wegen einer Haarbürste. Dann hörte man spät in der Nacht Krankenwagen und Feuerwehr durch die engen Dorfstraßen fahren. Sie selbst lag im Bett und wusste sofort Bescheid: Die Schwester war tot.

Nie wurde ein Wort über diesen furchtbaren Unfall in ihrer Familie gewechselt. Jeder drückte die Trauer auf seine eigene Art weg. Mathildas Kindheit war damit jäh beendet. Ihre Eltern übersahen sie fortan. Sie musste sich durchkämpfen und mit sich selbst zurechtkommen.

Ich fragte sie nach ihrer Trauer, aber auch nach ihrer Wut auf die Schwester. Immerhin hatte sie ihr das ganze Leben vermasselt. Mathilda schaute mich ungläubig an. „Aber sie war doch tot. Da durfte ich doch nicht wütend sein? Aber eigentlich bin ich es“, sagte sie dann. „Ich trau mich kaum es auszusprechen. Ich bin sogar scheißwütend! Keiner hat sich danach um mich gekümmert. Mich gab es gar nicht. Bis heute nicht.“ Die ganze Familie war an der Trauer erstickt und schwieg.

Wir überlegten gemeinsam, wie Mathilda ihr Leben langsam in andere Bahnen lenken könnte und vereinbarten, dass Mathilda das Gespräch mit ihrer Mutter suchen sollte. Als sie dies tat, fiel ihr die Mutter befreit um den Hals fiel, weinte und sich entschuldigte. Mathildas Vater war leider schon gestorben. Mathilda begann ihren Kindern von der toten Tante zu erzählen, von alten Geschichten, die sie gemeinsam erlebt hatten. Das hatte sie vorher nie getan. Oftmals überkam sie nun tiefe Trauer und sie weinte viel. Aber sie wusste, dass sie die Krise irgendwie meistern würde. Nach ca. einem Jahr kam Mathilda zu einer letzten Stunde zu mir. Sie war wie ausgewechselt, frisch, gesund und ohne weiteren Befund, ihre Nieren hatten sich erholt. Sie plante mit ihrer Mama eine gemeinsame Urlaubsfahrt und hatte sich eine neue Arbeit gesucht, die ihr jetzt richtig Freude machte. Sie betreute Menschen, die durch einen schlimmen Unfall ein Kind verloren hatten und half ihnen bei der Trauerbewältigung.

BEISPIEL

Magersucht ist eine häufig sogar tödlich verlaufende Erkrankung, die in allen Altersgruppen sowohl bei Frauen als auch bei Männern auftreten kann. Dabei sind die in diesem Zusammenhang regelmäßig angeprangerten Modedogmen niemals die eigentlichen Ursachen einer solchen Erkrankung. Alte Glaubenssätze im Familiensystem und emotionale Störungen in der Pubertät sind viel mehr die psychosomatischen Ursachen von Essstörungen. Oftmals will ein Mädchen sich aus unterschiedlichsten Gründen nicht zur Frau entwickeln und verhindert dies unterbewusst mit der Essensverweigerung. Ebenso kann sich hinter einer Magersucht eine unbewusste Todessehnsucht verstecken. Ab und zu kommt es auch vor, dass emotionale Blockaden der Kindheit sich erst im höheren Alter zeigen und sich in entsprechenden Symptomen ausdrücken.

MAGERSUCHT

Während eines Migräneanfalls können verschiedene Phasen mit unterschiedlichen charakteristischen Symptomen durchlaufen werden. Oft kündigt sich ein Anfall durch eine Vorbotenphase an. Das kann zum Beispiel eine Phase mit leichten Wahrnehmungsstörungen sein, die insbesondere das Sehen betrifft. In der Kopfschmerzphase bestehen neben den Kopfschmerzen unterschiedliche weitere Symptome, wie Übelkeit, Erbrechen, Licht-, Lärm- und Geruchsempfindlichkeit. Bei manchen Patienten überdauert der Migräneanfall das Abklingen der Kopfschmerzen. Diese Phase wird als Rückbildungsphase bezeichnet.

 

Bei mindestens 30ᅠ% der Migränepatienten kündigt sich eine Migräneattacke bereits frühzeitig in Form von Vorbotensymptomen an. Während der Vorbotenphase treten insbesondere psychische, neurologische und vegetative Symptome auf. Am häufigsten sind Müdigkeit, Geräuschempfindlichkeit und häufiges Gähnen. Vielfach zeigen sich auch Störungen im Magen-Darm-Trakt, wie z.B. Verstopfungen. Charakteristisch ist bei vielen Patienten ein Heißhunger auf bestimmte Nahrungsmittel, der meist als Migräneauslöser fehlinterpretiert wird.

 

Heilenergetisch betrachtet ist die Migräne eine „verschobene Symptomatik“. Die eigentlichen Baustellen sind Stoffwechselstörungen, die die Leber und die Verdauung betreffen. Dahinter stehen wiederum energetische Blockaden, die im Zusammenhang mit Stress und Überforderung oder Störungen in der Sexualität und Partnerschaft stehen.

 

Wie alle Erkrankungen muss auch die Migräne letztlich individuell betrachtet werden. Viele der mir bekannten Migräneklienten berichten mir, dass Stress für sie ein häufiger Auslöser im Alltag ist. Wenn sie auf die ersten Warnsignale reagieren und direkt bewusst ihr Verhalten ändern und aus dem Stress „aussteigen“, ist dem Migräneanfall meist gut vorzubeugen. Schafft man es nicht, sich dem Stress frühzeitig zu entziehen, ist absolute Ruhe und der Rückzug aus jeder Form der Kommunikation unumgänglich. Dunkelheit, Ruhe, kein Essen, keine Geräusche und keine weiteren Anforderungen sind der Weg aus der Migräne, der allerdings mehrere Tage dauern kann.

Bei einer Migräneattacke ist es so, als ob das Gehirn Aufgaben übernimmt, für die es nicht gemacht ist. Das ganz normale Sehen, Hören, Schmecken, Riechen ist nicht mehr zu leisten und stellt eine Überforderung dar.

 

Heilenergetisch schauen wir uns die Ursachen, die meist sehr früh in der Kindheit angelegt sind, an. Welche Blockaden im Bereich der Sexualität sind entstanden. Habe ich eine Missbrauchserfahrung gemacht, ist mir die Sexualität zu viel? Ist mir etwas über die Leber gelaufen? Hat man mich überfahren und nicht wahrgenommen? Hat man mich verletzt?

 

Wenn man lernt auf die ersten Warnsignale zu hören, schafft man es die Migräneattacke zu umgehen. Ich bitte die Klienten darum, genau ihren Alltag auf diese ersten Warnsignale hin zu beobachten, um dann schneller zu handeln. Wenn ich schon spüre, dass eine Situation mich in die Enge treibt, sollte ich sie frühestmöglich verlassen. „Die Situation im Kollegenkreis macht mir Druck. Ich bin überfordert. Mir ist das alles zu viel. Ich will gar keinen Sex haben. Ich fühle mich unwohl bei bestimmten Menschen. Ich schaffe das nicht!“ Wenn Sie diese Impulse haben, hören Sie auf ihr Gefühl, sonst greift der Körper zu Reaktionen, die Sie dann nicht mehr überhören können!

 

 

MIGRÄNE

Claudia (38) klagte über Migräne seit ihrer Pubertät. Immer wenn es im Architekturbüro stressig wurde und gerade wenn sie ihre Entwürfe abgeben sollte, bekam sie die Migräneattacken. Drei Tage im Bett im Dunkeln und dann langsam wieder zurück ins Leben. Im Büro wurde sie mitleidig belächelt und nicht so recht für voll genommen. „Die fällt ja eh bei jeder Belastung aus!“, war der allgemeine Ansicht. Jetzt wollte sie nach Jahren des Leidens nach alternativen Heilungsmethoden suchen und herausfinden, warum sie diese Anfälle bekam.

 

In der Beratung sprachen wir über ihre Kindheit und sie berichtete, dass ihr Großvater und auch ihr Vater in der Schule sehr hohe Erwartungen an sie gestellt hatten. Einmal mehr wurde dieser Druck dadurch verstärkt, dass sie Einzelkind war. Eine Note unter einer 2 war unerwünscht und wurde mit Nichtachtung und Beleidigungen bestraft. Sie strengte sich unendlich an, immer mehr zu lernen und in der Schule noch bessere Leistungen zu bringen. Am Ende schaffte sie ein sehr gutes Abitur und absolvierte das Architekturstudium, wie es der Vater und der Großvater für sie als Juniorchefin in ihrem Architekturbüro vorgesehen hatten. Aber schon während der Abiturzeit und im Studium fiel sie immer wieder regelmäßig wegen starker Migräneattacken aus.

 

Wir konnten nach und nach die Erwartungen der Vorgenerationen erkennen und energetisch auflösen. Claudia fühlte immer stärker ihr Bedürfnis, in der Natur zu sein und weniger zu arbeiten. Neben ihrem Beruf machte sie eine künstlerische Ausbildung und beschäftigte sich mit Kunst in der Natur. Nach 2 Jahren, in denen ihre Migräneanfälle weniger wurden, hat sie sich mit ihrer Kunst etabliert und schreibt ein Buch zu den Themen Kunst, Architektur und Natur. Ihre Migräne ist seit längerem nicht mehr aufgetreten.

BEISPIEL

Neurodermitis ist eine entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben auftritt. Dabei kommt es zu quälendem Juckreiz und sehr trockener Haut. Neurodermitis tritt in allen Altersbereichen des Lebens auf und ist für den Patienten zwar nicht bedrohlich, aber sehr unangenehm. Er muss sich permanent mit sich beschäftigen und wird immer wieder mit der Aufmerksamkeit auf seine Hautoberfläche gelenkt. Der starke Juckreiz bringt Energie in die Hautoberfläche. Wenn die Hände und das Gesicht betroffen sind, ist dem Patienten die Erkrankung oft sehr peinlich und er meidet am liebsten die Öffentlichkeit. Die Haut ist rau und schuppig. Rein „materiell“ kann Neurodermitis verschiedenste Auslöser haben. Oft reagiert der Patient empfindlich auf bestimmte Nahrungsmittel, aber auch Waschmittel, Cremes oder Hausstaubmilben können die Neurodermitis aktivieren. Heilenergetisch betrachtet ist die Ursache bei jedem Patienten sehr individuell und auch der Ausbruch einer Neurodermitis kann in jedem Lebensalter stattfinden. Auffällig ist oft die Unruhe, die die betroffene Person ausstrahlt. Man hat das Gefühl, sie sei irgendwie auf der Flucht und könne keine Ruhe in sich finden. Und das Wichtigste: Die betroffene Person „fühlt sich nicht wohl in ihrer Haut“. Sie würde gerne „aus der Haut fahren“ und sie abkratzen. Sie würde gerne die Lebensumstände verändern und schafft es nicht. Die Person ist mit dem aktuellen Zustand unglücklich, aber traut sich nicht aus der Haut zu fahren. Sie will oder kann nicht zu sich stehen und ist spröde im Umgang mit anderen Menschen. Die Haut, als Abgrenzungsorgan zur Umgebung und zu den Menschen ist empfindlich und spröde, verletzt und rissig. Manchmal aber auch wie ein Schutzpanzer.

 

Ursache für Neurodermitis ist aus Sicht der Heilenergetik eine tiefe Verunsicherung, seinen Platz auf der Welt zu finden und einzunehmen. Meiner Erfahrung nach sind Neurodermitiker ausgesprochen trotzig. Sie fühlen sich nicht gesehen und verstanden und trotzen gegen die Welt. Sie sind „trotzdem" da. Dahinter kann eine Ablehnung während der Schwangerschaft der Mutter stehen, ebenso wie ein Abgelehnt-Sein in der Familie, z.B. von Seiten den Geschwistern oder in den ersten Lebensjahren allgemein. Hier hilft es vor allem sich das Familiensystem und die Rolle des Betroffenen darin genauer anzuschauen.

 

 

NEURODERMITIS

Paula war 16 Jahre als sie zu mir kam. Ihre Haut war rau und an den Gelenken krustig und zum Teil blutig aufgekratzt. Ihre Mutter warf mir einen vielsagenden, entmutigten Blick zu. Immer wieder während des Gesprächs mahnte sie Paula mit ihrem Blick oder hielt ihre Kratzhand fest. Paula erzählte, dass sie die Neurodermitis schon immer hatte. Manchmal ging es besser und Salzwasser tat ihr gut. Sie war in den letzten Jahren mehrmals im Sommer für sechs Wochen allein in Kur am Meer, danach war ihre Haut heil. Während sie mit ihrem Pulli unauffällig ihren Arm rieb, fragte ich bei der Mutter nach der Schwangerschaft mit ihr. Es gab keine besonderen Auffälligkeiten: ganz normale Schwangerschaft, gute Geburt, keine Medikamente. Ich fragte sie, ob sie sich über Paula gefreut hatte. „Ja klar“, sagte sie. Aber sie war anfangs nicht so begeistert, dass sie ein Mädchen geworden war. In ihrer Familie war ein Stammhalter gewünscht und das hatte sie nicht geschafft. Der Stammhalter sollte Paul heißen, wie die Väter und Opas der Generationen zuvor. „Naja, aber so ein Mädchen ist ja dann auch ganz nett und alle mögen Paula“, meinte sie, und hielt Paulas Kratzhand mit einer aggressiven Geste fest. Wir haben halt keinen Jungen mehr bekommen. Jetzt wird unser Hof wohl verkauft. Da habe ich einfach versagt.

Paula kratzte sich am Handgelenk so stark, dass sie blutete.

Ich konnte mit den beiden das Thema des „falschen“ Geschlechts gut besprechen und die Blockaden aus den alten Traditionen lösen. Der Mutter fiel es wie Schuppen von den Augen: Dass Paula sich „in ihrer Haut nicht wohlfühlte“, stand in direktem Zusammenhang damit, dass sie von ihrer Familie immer das Gefühl bekommen hatte, dass sie lieber ein Junge hätte sein sollen.

 

Nach einigen Treffen wurde Paulas Haut deutlich besser. Die Erholung der Haut in den Ferien zuvor setzte ein, weil Paula weit weg von der Familie für sechs Wochen Ruhe fand. Ich bat sie eine Sinnanalytische Aufstellung zu dem Thema zu machen, um auch die alten Familientraditionen aufzulösen, was für Mutter und Tochter sehr interessant war. Ihnen wurde die Tragweite von alten hemmenden Glaubenssätzen und Traditionen bewusst. Nach und nach fand Paula Ruhe in ihrer Familie und hat heute mit mittlerweile 20 Jahren die Neurodermitis vollkommen abgelegt.

BEISPIEL

Von Unfruchtbarkeit sind viele Paare betroffen. In den meisten Fällen führt sie zu einer unangenehmen und beschwerlichen Odyssee zu den verschiedensten Beratern.

Auch wenn physische Ursachen diagnostiziert werden, sind es aus heilenergetischer Sicht trotzdem psychosomatische Störungen, die letztlich hinter den körperlichen Symptomen stehen und bei einem der Beteiligten zu Grunde liegen. Sowohl alte Glaubenssätze aus dem Familiensystem als auch Themen der Verantwortung und der Verbindlichkeit bei einem der Beteiligten wirken im Unterbewusstsein und verhindern eine Schwangerschaft.

 

 

UNFRUCHTBARKEIT

Carena war seit sieben Jahren glücklich verheiratet und wünschte sich nichts sehnlicher als ein Haus voller Kinder. Nach allen medizinischen Gutachten waren sie und ihr Mann gesund und der Schwangerschaft stand nichts im Wege. Sie „übten“ nun schon über ein Jahr, aber es wollte kein Kindchen kommen. Carena wirkte sehr angeschlagen. Die vielen Besuche bei den Fachleuten waren ihr sichtlich auf das Allgemeinbefinden geschlagen. Ihr Mann war genervt, denn wenn der Sex zur termingenauen Zwangsveranstaltung wird, verliert man meist die Lust daran. Der Haussegen hing also schief. Wir sprachen über Carenas Eltern und ihre Geschwister. Ihr Vater hatte die Mutter verlassen als Carena 8 Jahre alt war. Danach nutzte die Mutter jede Gelegenheit über den untreuen Vater zu schimpfen. Sie musste die drei Kinder alleine durchbringen und bekam keinerlei Unterhaltszahlungen. Carena half der Mutter, wo sie nur konnte. Je älter sie wurde, desto stärker wurde ihre Verachtung gegenüber Männern. Das hatte wiederum die Folge, dass sie sich unterbewusst die eigene Verachtung gegenüber Männern in ihrem Leben immer wieder aufs Neue bestätigte und schlechte Erfahrungen machte. Sie war es sich anscheinend nicht wert, dass die Männer sie wirklich sahen. Hinzu kam, dass der Vater mit einer neuen Partnerin eine Familie mit mehreren Kindern gegründet und den Kontakt zu seinen ersten Kindern verweigert hatte, was Carena ein Gefühl der Wertlosigkeit vermittelte. Carena hatte starke Glaubenssätze, die sie durch die Erfahrung mit ihren Eltern unbewusst mit sich trug:

„Wenn man Kinder in die Welt setzt, hat man Verantwortung. Männer können die Verantwortung nicht tragen, sie gehen einfach. Ich werde verlassen werden wie meine Mutter. Ich bin es nicht wert, Kinder zu bekommen. Ich habe Angst davor, später mit den Kindern alleine zu sein.“ Wir besprachen und lösten die Glaubenssätze und Ängste. Ihre Haltung zu ihrem Mann änderte sich und sie konnte Vertrauen und Nähe gewinnen. Nach wenigen Monaten war sie schwanger und ist inzwischen Mutter von drei gesunden Kindern.

 

 

BEISPIEL

BEISPIEL

Mark hatte die Befürchtung unfruchtbar zu sein und wollte wissen, ob er eine Untersuchung bräuchte. Er wünschte sich mit seiner Frau Kinder, aber es wollte einfach nicht klappen. Er fürchtete, dass seine Freundin sich trennen würde, wenn er keine Kinder zeugen könnte. Wir sprachen über seine Beziehungen und seine Erfahrungen mit vorherigen Freundinnen. Es stellte sich heraus, dass vor einigen Jahren eine Freundin ihm vorgelogen hatte, schwanger zu sein, um eine Trennung zu verhindern. Diese Erfahrung hatte Mark als Blockade gespeichert. Wir lösten seine Blockaden aus dieser und noch weiteren engen Beziehungen aus seiner Vergangenheit. Bereits einige Wochen nach unserem Gespräch war seine jetzige Freundin schwanger.

 

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